Welche elektrische Zusatzheizung passt, hängt davon ab, wie Wärme im Raum ankommen soll: über bewegte warme Luft, natürliche Konvektion, eine erwärmte Geräteoberfläche oder überwiegend Wärmestrahlung. Die Gerätetypen unterscheiden sich im Wärmegefühl, in Luftbewegung und Geräusch. Für die Wahl eines konkreten Modells sind Leistung, Regelung und Ausstattung entscheidend.
Heizlüfter: Wärme mit Gebläse
Ein Heizlüfter erwärmt Luft und verteilt sie mit einem Gebläse. Das kann passen, wenn ein gerichteter Luftstrom erwünscht ist. Luftbewegung und Betriebsgeräusch gehören dabei zum Nutzungserlebnis. Das Umweltbundesamt empfiehlt Heizlüfter und Radiatoren nur kurzzeitig in Ausnahmesituationen, weil längerer Betrieb den Stromverbrauch und die Kosten erhöht. Lies mehr im Heizlüfter-Ratgeber zu Leistung, Sicherheit und Verbrauch.
Konvektor: Wärme durch Luftbewegung
Ein Konvektor erwärmt Luft, die dadurch im Raum zirkuliert. Modelle mit natürlicher Konvektion kommen ohne Gebläse aus; manche Geräte haben zusätzlich ein Gebläse, das die Luftbewegung unterstützt und hörbar sein kann. Ausstattung und Regelung unterscheiden sich je nach Modell. Der Konvektor-Ratgeber vergleicht Leistung, Thermostat und Gebläse.
Ölradiator: erwärmtes Öl und warme Geräteoberfläche
Beim Ölradiator wird das im Gerät eingeschlossene Wärmeträgeröl elektrisch erwärmt. Die Wärme gelangt über die Oberfläche an den Raum; dabei spielt auch natürliche Luftbewegung eine Rolle. Aufheiz- und Abkühlverhalten hängen vom Gerät ab. Das Öl ist kein Brennstoff und wird im normalen Betrieb nicht verbraucht. Zum Vergleich von Leistung, Größe und Stromverbrauch: Ölradiatoren richtig auswählen.
Infrarotheizung: Strahlungswärme gezielt ausrichten
Eine Infrarotheizung überträgt einen größeren Anteil der Wärme als Strahlung auf angestrahlte Personen und Oberflächen. Wo die Wärme ankommt, hängt daher auch von Positionierung und Ausrichtung ab. Die Wärmeübertragung ist in der Praxis nicht ausschließlich Strahlung; auch die Raumluft kann sich erwärmen. Der Infrarotheizungs-Ratgeber erklärt Leistung, Thermostat und Montage.
Stromkosten mit dem eigenen Tarif überschlagen
Für eine einfache Schätzung gilt: Verbrauch (kWh) = Leistung (kW) × Betriebszeit (Stunden). Die Kosten ergeben sich aus Verbrauch (kWh) × eigenem Arbeitspreis (€/kWh). Auch der Stromspiegel rechnet den Verbrauch aus Leistung und Zeit. Die Bauart allein verspricht keine niedrigeren Stromkosten: Laut Verbraucherzentrale-Energieberatung benötigen elektrische Direktheizungen grundsätzlich 1 kWh Strom für 1 kWh Wärme.
Beispiel: Ein Gerät mit 2 kW verbraucht bei einer Stunde Betrieb mit voller Leistung rechnerisch 2 kWh. Das ist ein Rechenbeispiel, keine Verbrauchsprognose: Thermostat, Leistungsstufe und tatsächliche Einschaltzeit beeinflussen den realen Verbrauch.
Sicher anschließen und aufstellen
- Beachte die Aufstell- und Sicherheitsangaben in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Geräts.
- Die Feuerwehr Baden-Württemberg rät, Heizlüfter nicht über Mehrfachsteckdosen anzuschließen. Für andere Heizgerätetypen gelten die Anschlussvorgaben des jeweiligen Herstellers.